Sie könnten das Potenzial Ihrer Belegschaft besser ausschöpfen? Mitarbeiter fallen aufgrund kraftaufwendiger und monotoner Aufgaben vermehrt aus? Dank kollaborierender Roboter könnte unergonomisches Arbeiten schon bald der Vergangenheit angehören. Wie Cobots Sie nachhaltig entlasten, erfahren Sie hier.

Millionen von Produktionsarbeitern leiden unter chronischen Schmerzen. Längst gehören Muskel-Skelett-Erkrankungen zu den häufigsten Gründen für Arbeitsunfähigkeitstage – so eine Studie der deutschen Betriebskrankenkassen. Doch was hat es mit dieser Volkskrankheit auf sich? Führende Experten sind sich sicher: Monotone, unergonomische Arbeiten wie Schrauben, Heben, Hämmern oder Schweißen machen Mitarbeitern zunehmend zu schaffen - und beanspruchen dabei besonders die Gelenke und den Rücken.
Aufgrund des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels könnte sich diese Problematik zukünftig verschärfen. Deswegen ist es wichtig, neue Lösungen zu finden, die Mitarbeiter künftig entlasten und körperlichen Einschränkungen vorbeugen. Wie kann die Produktionsarbeit ergonomischer werden?

Kollaborierende Roboter unterstützen Mitarbeiter
Die Antwort auf diese Frage verbirgt sich in den Innovationen der kollaborativen Robotik. Wir von Universal Robots arbeiten tagtäglich an neuen Lösungen, kollaborierende Leichtbauroboter – kurz Cobots – aktiv in den Arbeitsalltag zu integrieren und diesen zunehmend zu erleichtern. Dabei können Cobots nach erfolgreich abgeschlossener Risikobeurteilung direkt neben dem Menschen eingesetzt werden. Da repetitive unergonomische Aufgaben kein Problem für den Leichtbauroboter darstellen, übernimmt er diese mühelos, sodass sich sein menschlicher Kollege auf anspruchsvollere und wertigere Tätigkeiten konzentrieren kann. Dank dieser Symbiose wird der Mitarbeiter keineswegs ersetzt, sondern lediglich entlastet. Zudem steigt die Produktivität, da die Mensch-Roboter-Kollaboration als die effizienteste Form der Zusammenarbeit bekannt ist, denn beider Ressourcen werden optimal eingesetzt.
Filigran und trotzdem robust
Da unsere Cobots nur eine geringe Standfläche benötigen und trotzdem über eine große Reichweite verfügen, glänzen sie vor allem in Umgebungen, die für den Menschen schwer zugänglich oder gar gefährlich sind. Diese Kompaktheit und Flexibilität haben die Cobots auch ihren feinfühligen Roboterarmen zu verdanken. Insbesondere die Modelle der e-Series, die mit Kraft-Momenten-Sensoren versehen sind, eignen sich perfekt für Präzisionsaufgaben. So können sie sogar das Aufsprühen von Klebern und Lacken bewältigen und ihre Kollegen somit vor Arbeiten schützen, die nicht nur ergonomisch ungünstig, sondern auch anderweitig gesundheitsschädlich sind. Wie Cobots sicher eingesetzt werden können, lesen Sie hier.

Stressfrei: Cobots montieren Motorblöcke bei Opel
Wo Prozesse standardisiert werden, fallen repetitive Handgriffe an - die Fertigungsprozesse in der Automobilindustrie bilden dabei keine Ausnahme.
Auch der Hersteller Opel profitiert von unseren Automatisierungslösungen: 2018 gründete er ein werkweites Automatisierungsteam am Standort Eisenach, das auf die Unterstützung unserer UR10 Cobots an der Montagelinie für Motorblöcke setzt. Während die Mitarbeiter zuvor hunderte Schrauben manuell eindrehten und dabei ihre Gelenke strapazierten, betreuen sie nun ihre mechanischen Kollegen und widmen sich anspruchsvolleren Aufgaben. Dadurch wurde die Produktivität nachhaltig gesteigert: Unsere Cobots befestigen 1200 Schrauben täglich und wickeln 30 Motoren stündlich ab. Mitarbeiter, die zuvor über Zeitdruck klagten, können ihrer Arbeit nun entspannter nachgehen und sind einem geringeren Stresspotenzial ausgesetzt.
Steve Geinitz, Fertigungsingenieur bei Opel EisenachSeit jeher steht das Eisenacher Werk für Teamgeist und beste Fertigungsqualität. Mit den Cobots von Universal Robots können wir neue Einsatzszenarien zur Unterstützung unserer Mitarbeiter umsetzen.
Cobots befestigen Innenverkleidungen bei BMW
Auch vor gröberen Aufgaben scheuen sich unsere Cobots nicht. In Spartanburg in South Carolina vertraut BMW auf die Kraft des UR10. Dort bringt der Leichtbauroboter Türschallisolierungen an – eine Tätigkeit, die bei einer manuellen Ausführung das Handgelenk massiv belastet, da die Teile fest angedrückt werden müssen. Heutzutage platziert der Cobot die Innenverkleidung via Rollaufsatz mühelos und gleichmäßig an der Tür. Dank dieser tatkräftigen Unterstützung werden die Mitarbeiter nun vor möglichen Handgelenksverletzung bewahrt. Auch die ermüdende Monotonie ist Geschichte. Somit fällt das Risiko auf Arbeitsunfälle deutlich geringer aus: Der Aufmerksamkeitsverlust, der oft durch eintöniges Arbeiten entsteht, wird vermieden.
Angenehmeres Schweißen bei Hodapp
Ausrichten, zurücktreten und los: So sieht der Schweißprozess des Familienbetriebs Hodapp aus Baden-Württemberg mittlerweile aus. Das Unternehmen, das Stahltüren und -tore produziert, ist auf das Verschweißen von Spezialaufträgen in Kleinserien spezialisiert. Primär werden Kleinserien von 80 bis 120 Werkstücken angefertigt, die für Spezialkonstruktionen mit hohen Qualitätsstandards genutzt werden. Dieser Prozess ist körperlich sehr anstrengend und erfordert höchste Konzentration. Erschwerend kommt hinzu, dass in der Region akuter Fachkräftemangel herrscht.
Wo Mitarbeiter früher bisweilen giftigem Rauch ausgesetzt waren, steht nun unser Cobot, ein UR10, der die herausfordernde Arbeit übernimmt und seinen Kollegen die Möglichkeit bietet, ihre Expertise anderweitig einzusetzen. Dank der UR+ Schweißlösung ist der Cobot jeglichen Herausforderungen gewachsen.
Johnny Ruyssinck, Ausbildungsleiter bei Hodapp GmbH & Co. KG. & Hauptverantwortlicher für das Cobot-ProjektWährend der Roboter schweißt, kann sich der Mitarbeiter zurückziehen und muss auch den Schweißrauch nicht einatmen. Das entlastet sehr.

Feststeht, dass krankheitsbedingte Ausfälle bereits ein großes Problem darstellen – das in Zukunft wohl durch den demografischen Wandel und Fachkräftemangel noch größer werden könnte. Deswegen ist es Zeit für Innovationen: Unsere Cobots gestalten die Arbeit schon jetzt ergonomischer und produktiver und steigern somit die Attraktivität der Produktionsarbeit. Auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt spielt das eine entscheidende Rolle: Durch gute Bedingungen können umworbene Mitarbeiter neu für das Unternehmen gewonnen werden.
