Universal Robots stellt „Gen 7“ vor: Die neue Plattform für industrielle Automatisierung und Physical AI-Anwendungen
Neue Roboterplattform „Gen 7“ komplett neu konfiguriert, vom Controller über Werkzeugschnittstelle bis hin zu sofortiger KI-Fähigkeit
Passende Softwaretools und Konnektivität, um KI sicher vom Labor in den industriellen Betrieb zu integrieren
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Chicago, USA, 14. September 2026 - Universal Robots (UR), ein Unternehmen von Teradyne Robotics und der weltweit führende Hersteller von kollaborativen Industrierobotern, präsentierte heute auf der IMTS-Messe „Gen 7“, seine Roboterplattform der siebten Generation.
Gen 7 umfasst ein umfassendes System-Upgrade für noch leichtere Bedienung von Robotern. Die Plattform basiert auf dem Roboterbetriebssystem PolyScope X. Die Steuerbox, das Teach-Pendant und die Werkzeugschnittstelle wurden komplett überarbeitet, um selbst die anspruchsvollsten Aufgaben einfach zu automatisieren.
„Die Roboter des KI-Zeitalters sollten einfach statt kompliziert sein“, sagte Jean-Pierre Hathout, Präsident der Teradyne Robotics Group. „Gen 7 ist aus unseren Erfahrungen von über 20 Jahren Cobot-Innovation und mehr als 100.000 industriellen Einsätzen weltweit entstanden. Wir haben unsere Plattform durchgängig neu gestaltet. Sie reduziert den Integrationsaufwand deutlich und erweitert die Anwendungsmöglichkeiten immens. Außerdem ermöglicht die neue Generation es unseren Kunden und Partnern branchenübergreifend, KI-gestützte Anwendungen sicher im realen Betrieb einzusetzen.“
Die wichtigsten Innovationen der Gen 7
Neue Roboterarme der g-Serie mit KI-fähiger Werkzeugschnittstelle: Die Gen-7-Plattform erweitert das Angebot der e-Serie und der UR-Serie um drei neue Roboterarme: UR10g-1750, UR17g-1300 und UR18g-950. Die Nomenklatur ergibt sich aus ihrer Traglast (kg) und Reichweite (mm).
Die neue Werkzeugschnittstelle der g-Serie ermöglicht den Einsatz von Kameras und Sensoren und liefert so die notwendigen Daten, damit KI-Modelle in Echtzeit mit dem Roboter zusammenarbeiten können. Daten, Strom und Sicherheitsfunktionen werden dabei direkt über die Schnittstelle bereitgestellt. Dies vereinfacht die Verkabelung und erleichtert den Anschluss von Kameras und Sensoren mit hoher Bandbreite – ein entscheidender Faktor für fortschrittliche Automatisierung und Physical AI-Anwendungen.
Darüber hinaus verleihen integrierte Kraft-Drehmoment-Erfassung, Impedanzregelung und RTDE (Real-Time Data Exchange) dem Roboter einen Tastsinn für präzise Handhabung oder kontrolliertem Krafteinsatz.
CB7 Core-Steuerung: Mit 40 % mehr Rechenleistung bei gleichzeitig 30 % geringerer Installationsfläche als bei früheren Generationen ermöglicht die neue Steuerung die Kommunikation über mehrere Netzwerke für moderne Automatisierungs- und physikalische KI-Architekturen. Sie ist kompatibel mit SPSen, HMIs, MES-Plattformen, IPCs und Bildverarbeitungssystemen und reduziert so den Bedarf an externen Switches. Zur Markteinführung ist sie als eigenständige Steuerbox sowie als kompakte Version zur Integration in einen Automatisierungsschrank erhältlich. Die CB7 ist zudem mit Roboterarmen der e-Serie und der UR-Serie kompatibel.
PolyScope X: Dieses System bietet moderne Programmierwerkzeuge, Sicherheit gemäß ISO 10218-1 und die Einhaltung von Cybersicherheitsvorgaben für die 7. Generation. Mit offenen APIs und ROS2-Kommunikation ermöglicht PolyScope X Programmierern die Entwicklung und Bereitstellung von Edge-KI-Anwendungen unter Nutzung von IPCs und externer KI-Verarbeitung. Mit zusätzlichen Softwarepaketen können Integratoren auf weitere erweiterte Roboterfunktionen wie ProfiSafe, OPC-UA oder Logikprogramme sowie Anwendungssoftware von Drittanbietern wie Rocketfarm Pally oder Inbolt 3D Vision Guidance zugreifen.
TP7 Core-Teach-Pendant: Das neue Teach-Pendant ist mehr als 20 % leichter und ergonomischer als frühere Generationen. Es verfügt über mehrere Griffpositionen, konfigurierbare Smart-Tasten und ein Full-HD-Display sowie einen neuen virtuellen Joystick. Es ist so konzipiert, dass es auch bei langen Schichten komfortabel zu bedienen bleibt und die Programmierung intuitiv statt technisch ist.
Neue SP7 Smart Panel-Schnittstelle an der Werkzeugschnittstelle: Eine neue Funktion, um direkt an der Werkzeugschnittstelle zu programmieren und Bewegungsabläufe schneller einzulernen. Das SP7 Smart Panel verfügt über eine sicherheitskonforme „Freedrive“-Funktionalität, LED-Anzeigen und drei konfigurierbare Eingabetasten, auf denen PolyScope X Smart Skills ausgeführt werden können. Das Smart Panel verkürzt die Einrichtungs- und Programmierzeit, indem Bediener direkt am Einsatzort mit dem Roboter interagieren können. Das ist besonders bei „Touch-to-Teach“-Anwendungen sowie bei kleinen Stückzahlen und hoher Variantenvielfalt von Vorteil.
(Cyber-)Sicherheit im Fokus: Die fortschrittlichen und kollaborativen Sicherheitsfunktionen der Gen 7 bieten eine nach PLd, Kategorie 3 (ISO 13849-1) zertifizierte Architektur. Alle Roboter der g-Serie sind nach ISO 10218-1 und UL 1740 TÜV-zertifiziert, und Teradyne Robotics ist gemäß IEC 62443-4-1 ML3 zertifiziert. Dies gewährleistet sichere Entwicklungspraktiken in jeder Phase des Software-Lebenszyklus.
Das Physical AI-Ökosystem
Auf der IMTS wurde Gen 7 zusammen mit neuen Entwicklungen von über 20 Partnern präsentiert – darunter Demos der Gen-7-Funktionalität mit Cognex, Schunk, Magswitch, Smooth Robotics, Psyonic, Robotiq und Inbolt. Die Demos veranschaulichen, wie die offene Architektur dieser Plattform es den führenden Anbietern von Physical AI, Bildverarbeitung und Greifsystemen ermöglicht, Anwendungen direkt auf der Hardware und Software von Universal Robots zu entwickeln.
„Universal Robots und Inbolt teilen die gleiche Überzeugung, dass Automatisierung einfach zu implementieren und im Alltag einfach zu handhaben sein sollte“, sagte Rudy Cohen, CEO von Inbolt. „Mit Gen 7 und PolyScope X läuft die Bildverarbeitungslösung von Inbolt nun nativ auf dem UR-Controller selbst und ist direkt über UR verfügbar. Dafür braucht es keinen externen Bildverarbeitungs-PC oder zusätzliche Verkabelung. Hersteller können Bauteile ohne Vorrichtungen oder Halterungen lokalisieren und ihre Produktion innerhalb von Stunden statt Wochen aufnehmen.“
Die Vorführungen auf der Messe zeigen ein umfassendes Ökosystem: Gen 7 wird von UR+ unterstützt, einem kuratierten, streng getesteten Portfolio an Automatisierungsprodukten. Diese Produkte werden jeweils sowohl vom Partner als auch von UR validiert, bevor sie auf den Markt kommen. Dies verringert das Integrationsrisiko und ermöglicht es Kunden, ihre Roboter schneller und sicherer einzusetzen.
