Welche Kosten spielen beim Einsatz eines kollaborierenden Roboters bzw. Cobots eine Rolle? Ab wann lohnt sich die Investition für den Anwender? Diese Fragen stellen sich viele Unternehmen, die überlegen, zu automatisieren. Wir erklären Ihnen, wieso neben den Anschaffungs- auch die Betriebskosten wichtig sind.

Um die Antwort gleich mal vorwegzunehmen: Es hängt davon ab. Doch wovon denn genau? Welche Kosten beim Einsatz eines kollaborierenden Roboters bzw. Cobots eine Rolle spielen und ab wann sich die Investition für den Anwender lohnt, möchten wir hier verständlich machen.
Eine erste grundlegende Unterscheidung ist die zwischen den Anschaffungskosten und den Betriebskosten eines kollaborierenden Roboters. Die Anschaffungskosten fallen in der Startphase des Automatisierungsprojekts an und sind für die meisten Anwender der entscheidendere Faktor gegenüber den laufenden Betriebskosten.
Die Anschaffungskosten umfassen im Wesentlichen:
Hier wird bereits ersichtlich, dass der alleinige Fokus auf den Anschaffungspreis des Roboterarms zu kurz gedacht ist. Eine grobe Faustregel: Durchschnittlich macht der Preis für den Roboterarm in etwa ein Drittel der gesamten Anschaffungskosten aus. Im Einzelfall kann dies jedoch, je nach den spezifischen Anforderungen, stark variieren:
Je einfacher und schneller ein Robotermodell installiert und programmiert werden kann, desto signifikanter die Kosteneinsparungen im Bereich der Systemintegration. Das gleiche gilt, wenn die benötigten Peripherie-Produkte bereits als Plug & Play-Komponenten für den Cobot verfügbar sind und die Schnittstellen somit nicht erst aufwendig programmiert werden müssen.
Gut zu wissen:
Mit den kostenlosen Trainingsmodulen der UR Academy können Sie auch als unerfahrener Anwender die Programmierung eines Cobots in weniger als zwei Stunden erlernen. Im Showroom unseres Ökosystems Universal Robots+ finden Sie wiederum Peripherie-Produkte für Ihre Cobot-Applikation und komplette Anwendungs-Kits, die meist innerhalb weniger Minuten betriebsbereit sind.

Auch bei der Aufstellung der Betriebskosten gilt es wieder, je nach Anwendungsfall zu unterscheiden. Wer plant, seinen Cobot über Jahre hinweg in einem stabilen, unveränderlichen Produktionsschritt einzusetzen, dem entstehen hier nur wenige nennenswerte Mehrkosten:
Einen genaueren Blick auf die Betriebskosten gilt es zu werfen, wenn sich die Anforderungen an die Roboter-Applikation im Laufe der Zeit voraussichtlich ändern werden. Falls sich etwa (wie beispielsweise in der Kleinserienfertigung) die Beschaffenheit des Werkstücks oder die Produktionsumgebung regelmäßig verändern oder der Cobot sogar für ganz unterschiedliche Anwendungen eingesetzt werden soll, dann fällt auch regelmäßig ein gewisser Aufwand für die entsprechende Anpassung des Systems an. Auch hier sind Robotermodelle im Vorteil, die über eine intuitive Nutzeroberfläche programmiert werden können und für die Peripherie-Produkte als Plug & Play-Komponenten verfügbar sind. Dies ermöglicht eine schnelle Neuausrichtung und hält Aufwand und Kosten gering.
Soweit zur Kostenseite – doch wann lohnt sich die Anschaffung? Den einfachsten und auch besten Ansatzpunkt bietet der direkte Vergleich mit der manuellen Ausführung des entsprechenden Produktionsprozesses. Cobots können dabei auf unterschiedlichste Art und Weise einen Vorteil erzielen – ein paar der gängigsten:
In der Regel hat eine Cobot-Applikation die damit verbundenen Kosten innerhalb von circa einem Jahr wieder erwirtschaftet. Doch auch hier gibt es Ausnahmen – so liegt die im gesamten Cobot-Markt kürzeste bislang bekannte Amortisationszeit bei nur 34 Tagen. Weichere Faktoren, wie etwa dank Entlastung glücklichere Mitarbeiter, eine verbesserte Arbeitsergonomie oder die durch den Einsatz moderner Robotertechnologie höhere Attraktivität als Arbeitgeber sind hier noch gar nicht mit einbezogen.
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