Legen wir los mit einer recht pragmatischen Frage: Kann man Qualität überhaupt definieren?
Martin Kjærbo: Traditionell betrachten Unternehmen Qualität meist als ein Problem, das es zu lösen gilt. Qualität reduziert sich dabei auf die bloße Anstrengung, den Fertigungsprozess zu kontrollieren. Für uns ist Qualität jedoch weitaus mehr: Wir sehen sie als umfassenden Prozess, der uns eine Wettbewerbschance eröffnet.
Hohe Qualität bedeutet für uns, Kunden zufriedenzustellen – und nicht nur, sie vor Ärgernissen zu schützen. Dabei geht das, was wir unter Qualität verstehen, über die reine Produktebene hinaus. Wir betrachten die komplette Lebensdauer eines Produkts. Dabei berücksichtigen wir auch den Aufwand für Service und Instandhaltung – also die Gesamtkosten, die der Kunde hat.
In unserer Firma sprechen wir von acht Dimensionen der Qualität: Leistung, Produkteigenschaften, Zuverlässigkeit, Konformität mit etablierten Leistungsstandards, Langlebigkeit, Gebrauchstauglichkeit, Ästhetik und wahrgenommene Qualität. Diese Dimensionen bilden den Rahmen für unsere strategische Qualitätsanalyse und das Qualitätsmanagement.
Wenn ich an Qualität denke, frage ich mich doch „Bekomme ich das, wofür ich bezahlt habe? Erziele ich das gewünschte Ergebnis und ist das Produkt belastbar genug, damit ich es im gewünschten Sinne einsetzen kann?“ Als Hersteller geht es uns in erster Linie darum, die Varianz in unseren Prozessen möglichst kleinzuhalten. So stellen wir sicher, dass wir gute Produkte herstellen, die genau so funktionieren, wie es der Fall sein soll.