Industrie 4.0 und das Industrial Internet of Things sind in den letzten Jahren zu den maßgeblichen Trends im produzierenden Gewerbe geworden. Wirtschaftspolitiker, Verbandsvorstände und Konzernchefs gleichermaßen schwärmen vom Potenzial, das hier noch darauf wartet, entfesselt zu werden. Eine ungeahnt höhere Effizienz, geringere Liegezeiten, neue Geschäftsmodelle oder gar eine sich selbst organisierende Produktion seien so möglich. Von einer Revolution ist die Rede, von einer „Schicksalsfrage“ über die künftige Wettbewerbsfähigkeit.
Für die überwältigende Mehrheit von 99 Prozent aller fertigenden Unternehmen ist Industrie 4.0 deshalb schon heute kein Zukunftsthema mehr, sondern angewandte Realität, so eine Studie des Digitalwirtschaftsverbands Bitkom. In der verwirklichten Smart Factory tauschen sich alle Akteure über den gesamten Wertschöpfungsprozess hinweg permanent aus. Rohstoffe oder Rohteile gelangen zu Beginn in die Fabrik hinein und kommen als fertige Produkte wieder heraus.
Währenddessen wird beständig miteinander kommuniziert, das System überprüft die Bestände sowie den Bedarf und überwacht die Modi sämtlicher beteiligten Anlagen.